Die Burg Bodenteich
Stammbaum Ritter von Bodendike (Adolf Bätge) Plan der Burg von 1768 Rekonstruktion-Die Burg Bodenteich im 13. Jahrhundert
Aus der Geschichte von Burg und Flecken Bodenteich

Der ursprüngliche Ortskern ist eine straßendorfartige Siedlung auf einem Höhenrücken zwischen der Aue und dem See, die sich entlang der alten Heer- und Handelsstraße nach Magdeburg zog. Die Siedlung entstand in Anlehnung an den befestigten Wohnsitz einer adligen Familie, der Ritter von Bodendike, spätestens im 12. Jahrhundert.
Die ehemalige Wasserburg Bodenteich, die einzige- wenn auch nur teilweise - noch erhaltene Burg im Landkreis Uelzen, ist eine Gründung der Ritter von Bodendike, die um 1250 ihren befestigten Adelswohnsitz (eine „Motte“) von der Nähe der Kirche auf den besser zu verteidigenden, künstlich aufgeschütteten Burghügel nordöstlich des Ortes am früheren Bodenteicher See verlegten. Der Rest eines Feldsteinturms im Burgkeller stammt aus dieser Zeit. Vom 14. bis zum 19. Jahrhundert war die Burg im Besitz des Landesherrn. Von hier aus wurde das große Amt Bodenteich verwaltet, das im 17 Jh. zwei Drittel des heutigen Landkreises Uelzen umfasste.
Durch seine Bedeutung als Verwaltungsmittelpunkt erlangte Bodenteich als Marktflecken eine Zwischenstellung zwischen Dorf und Stadt. Südlich der Einmündung der Burgstraße wird der Straßenraum zu einem kleinen Marktplatz erweitert. Dort wurde zweimal im Jahr ein Jahrmarkt abgehalten. 1808 zerstörte ein Großfeuer 53 von 67 Wohngebäuden. Deshalb stammen die ältesten Gebäude meist aus der Zeit nach dem Brand.
Nach der Auflösung des Amtes 1859 gelangte die Burg 1871 in Privatbesitz, ehe sie 1971 von der Kurgesellschaft Bodenteich erworben wurde. Zwischen 1983 und 1988 wurde die Burg restauriert.