Presse 2008/2009
 

Zum Bad Bodenteicher Weihnachtsmarkt am 5./6.12.09
Burgmuseum zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet -

Mit Extra-Öffnungszeiten im Burgmuseum Bad Bodenteich am Samstag, 5.12. von 14-17 Uhr und am Sonntag, 6.12. von 11- 17 Uhr beteiligt sich auch der Förderkreis Burg Bodenteich am Bad Bodenteicher Weihnachtsmarkt, der wie immer auf dem Burggelände veranstaltet wird.

Zum letzten Mal besteht dabei Gelegenheit, die Ausstellung „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide – Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945“ in der im Jahr 2009 gezeigten Form zu besichtigen.

Als besonderes Bonbon für die Besucher wird die von Harro Blunk vor einigen Wochen fertiggestellte Broschüre mit dem Titel „Flüchtlingsschicksale nach 1945 im Raum Bodenteich" vorgestellt und zum Selbstkostenpreis von 2 Euro verkauft. Damit hat der Förderkreis Burg Bodenteich seinen bereits über 20 historischen Broschüren einen weiteren wichtigen Baustein zur jüngeren Bodenteicher Geschichte hinzugefügt. .Auch die von Rolf Simon in einer neuen Broschüre zusammengestellten Informationen über „Das Rittergeschlecht derer von Bodendike im Baltikum“ wird sicher viele Interessenten finden.

Alle noch lieferbaren Broschüren zur Bodenteicher Geschichte und zur Geschichte einzelner Fundstücke im Museum sind zusammen mit einigen anderen Kleinigkei
ten (historische Bilder und Ansichtskarten, Ludza-Becher usw.) im Museum zum Selbstkostenpreis zu erwerben und für den historisch Interessierten sicherlich ein gerngesehenes kleines Geschenk zu Weihnachten.

Volles Haus beim Bohldamm-Film


Zum Abschluss der Museumssaison zeigte der Förderkreis Burg Bodenteich den erst kürzlich erschienenen Film zur Geschichte des Flüchtlingslagers am Bohldamm in Uelzen. Der Rittersaal war mit fast 100 Besuchern bis auf den letzten Platz besetzt. Nach der Begrüßung durch Vorstandsmitglied Friedhelm Knüppel für den verhinderten Rolf Simon stellte Frau Dr. Christine Böttcher aus Suderburg den erst Ende September zum ersten Mal gezeigten Film vor. Sie hatte den Film zusammen mit Ulla Busse für die Geschichtswerkstatt Uelzen produziert. In ihrer Einführung ging sie kurz auf die Entstehungsgeschichte des Films ein und gab einen Überblick über die Geschichte des Bohldammlagers, das von 1945 bis 1963 die erste Anlaufstelle für fast 4 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene war. Nach der Filmvorführung, bei der der stellvertretende Förderkreisvorsitzende Harro Blunk an der Technik die anfänglichen
Tonprobleme rasch meisterte, gab es lang anhaltenden Applaus der Besucher. Viele von ihnen ließen es sich nicht nehmen die DVD und das dazugehörige Buch von Dr. Christine Böttcher zu erwerben. Aus dem von zahlreichen Besuchern am Ausgang gefüllten Spendentopf wird nach Abzug der Ausgaben für die Rittersaalnutzung eine Spende an die Geschichtswerkstatt Uelzen weitergeleitet.

Zum Saisonabschluss am 25.10.: Film über das Flüchtlingslager am Bohldamm im Burgmuseum Bad Bodenteich

Der Förderkreis Burg Bodenteich zeigt zum Ausklang der Museumssaison am Sonntag, dem 25.Oktober um 17 Uhr im Rittersaal der Burg Bodenteich den gerade erst fertiggestellten Film über das Flüchtlingslager am Bohldamm in Uelzen. Unter dem Titel

„geflohen – vertrieben - rübergemacht“

Das Notaufnahmelager Bohldamm in Uelzen

zwischen Kaltem Krieg und Wiederaufbau 1945 - 1963

haben Dr. Christine Böttcher und Ulla Busse von der Geschichtswerkstatt Uelzen e.V. eine sehenswerte Geschichtsdokumentation erstellt.
Der Film umreißt die Zeit der Nachkriegszeit bis nach Schließen des Lagers bis zur Grenzöffnung, das dazugehörige Buch beschreibt das Notaufnahmelager mehr im Detail. Die Filmlänge beträgt etwa 45 Minuten! Als eine der beiden „Macherinnen“ des Films wird Frau Dr. Christine Böttcher anwesend sein und eine kleine Einführung geben.
Nach Ende des Films steht sie den Besuchern noch für Fragen und ergänzende Informationen zur Verfügung. DVDs mit dem dazugehörigen Buch können während der Veranstaltung für 15 Euro erworben werden. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden zur Deckung der Unkosten sind aber erbeten.

Bodenteicher Tischbrunnen im Residenzmuseum - Förderkreis fährt nach Celle

Als im Februar die Nachricht durch die Zeitungen ging, dass das Land Niedersachsen für 600 000 Euro einen bis dahin nicht bekannten „Bodenteicher Tischbrunnen“ aus der berühmten Antiquitätensammlung von Yves Saint Laurent ersteigert hatte, waren die Mitglieder des Förderkreises Burg Bodenteich wie elektrisiert. Recherchen ergaben, dass es sich bei dem „Tischbrunnen“ aus dem Jahr 1630 wohl um ein Geschenk des Amtes Bodenteich für Herzog Georg Wilhelm anlässlich seiner Amtseinführung handelte. Der Tischbrunnen, auch Tischfontäne genannt, zählt zu den Hauptwerken der Hamburger Goldschmiedekunst des Frühbarocks. Die Inschrift „Ambt Bodendick“ ist ein eindeutiger Beweis für die Herkunft des kostbaren Stücks. Nachdem dieses nun im Residenzmuseum im Celler Schloss ausgestellt wird, führt der Förderkreis Burg sein diesjähriges Mitgliedertreffen am Sonntag, dem 1. November in Celle durch. Busabfahrt ist um 13.30 Uhr auf dem Burgparkplatz, Von 15 – 16 Uhr gibt es eine sachkundige Führung im Celler Schloss, bei der auch die Tischfontäne gezeigt wird. Um 16.30 Uhr folgt dann ein gemeinsames Kaffeetrinken im Hotel Celler Tor in Groß Hehlen. Bei dieser Gelegenheit wird Förderkreisvorsitzender Rolf Simon einen kurzen Rückblick auf die vergangene Museumssaison geben und den Mitgliedern des Museumsdienstes danken. Gegen 17.30 Uhr beginn die Rückfahrt nach Bad Bodenteich, wo man spätestens um 19.00 Uhr eintreffen wird. Der Unkostenbeitrag für die Busfahrt, Eintritt und Führung im Museum sowie Kaffee und Kuchen beträgt 7,50 Euro für Förderkreismitglieder und 15 Euro für Gäste, die herzlich willkommen sind. Anmeldungen bitte bis zum 29.10. an: Otto Lüpke, Tel. 05824/640, Rolf Simon, Tel. 05824/1350 oder Harro Blunk Tel. 05824/2479.

„Karussellkönig“ Hugo Hasse – Erzählcafé zum Thema Arbeiten in Bodenteich nach 1945

Als Begleitprogramm zu der Jahressonderausstellung 2009 „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich – Heide“ - Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945 veranstaltet der Förderkreis Burg Bodenteich am Sonntag, dem 27.9.09 ab 14.30 Uhr im Rittersaal der Burg Bodenteich zum dritten Mal ein Erzählcafé. Diesmal steht das Thema „Arbeiten in Bodenteich nach 1945“ im Mittelpunkt.

Einer der großen Arbeitgeber in der Nachkriegszeit war das Unternehmen Hugo Haase, das einst vom „Karussellkönig“ Hugo Haase (1857-1933) gegründet wurde. Hugo Haase revolutionierte in den Jahrzehnten um 1900 das Leben auf den Jahrmärkten Mitteleuropas. Ob Karussell, Autoscooter, Achterbahn – seine Fahrgeschäfte machten Epoche.

Die Kulturwissenschaftlerin Darijana Hahn, Autorin des Buches „Hugo Haase – der Karussellkönig aus Winsen“, wird ab 14.30 Uhr einen bebilderten Vortrag über das Leben und Werk Hugo Haases halten.

Nach Haases Tod bestand das Unternehmen in Roßla/Thüringen weiter. Nach dem 2. Weltkrieg siedelte das Unternehmen Ende 1949 mit über 300 Arbeitern nach Niedersachsen übern, und fand in den ehemaligen Lagerhallen der Muna eine neue Heimat. Offizieller Firmensitz war zwar Hannover, aber im Winterquartier in Bodenteich wurden die Fahrgeschäfte gelagert und ausgebessert.Von Bodenteich aus wurden viele Rummelplätze in Deutschland und Europa mit Achterbahnen und Wasserbahnen bestückt.

Henny Franke, die beim Erzählcafé Ehrengast sein wird, hat diese Zeit in der Firma Hugo Haase miterlebt und kann noch viele interessante Geschichten dazu erzählen.

Für Kaffee und Kuchen sorgt wieder das Team vom Jugendzentrum mit Berni Nowak und seinen „Krümelgirls“. Zeitzeugen und interessierte Besucher herzlich eingeladen.

Die Besucher sollten anschließend einen Besuch im Burgmuseum mit einplanen, denn in der aktuellen Ausstellung im Burgmuseum geben einige Bilder einen guten Einblick in das Thema „Arbeiten in Bodenteich nach 1945“ im Allgemeinen und Firma Hugo Hasse im Besonderen.

Spannende Führungen im Burgkeller und im Brauhaus

Zum Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr unter dem Motto „Historische Orte des Genusses“ stand, bot der Förderkreis Burg Führungen auf dem Burggelände an, die von zahlreichen Besuchern genutzt wurden.
Schon ein Klassiker sind die Führungen im sonst nicht zugänglichen Burgkeller. Bevor es die steile Treppe hinunterging, musste bei Eckart Korthals aus versicherungsrechtlichen Gründen erst einmal eine Haftungsausschlusserklärung unterschrieben werden. Im Burgkeller wurde bei den Vorarbeiten zur Restaurierung der Burg 1983 ein bis dahin nicht bekannter runder Feldsteinturm vom Anfang des 13. Jahrhunderts entdeckt. Damit war die Keimzelle der Bodenteicher Burg gefunden, ein befestigter Wohnturm, in Fachkreisen auch Motte genannt. In der ihm eigenen Weise berichtete der 2. Förderkreisvorsitzende Harro Blunk spannend und kenntnisreich über die Baugeschichte und die Ausgrabungsfunde in diesem ältesten Burgbereich.
Förderkreisvorsitzender Rolf Simon führte die Besucher durch das Brauhaus. Dabei gab er einen Einblick in die Geschichte dieses Gebäudes, das 2005 wiederaufgebaut wurde. Im Braukeller zeigte er den Rest des alten Gärtroges aus dem Jahr 1656, in dem früher der Brauvorgang vorbereitet wurde. Ein Blick in die Geschichte des Bieres und des Brauwesens in Bodenteich durfte dabei ebenso wenig fehlen wie der „Bierkrieg“ zwischen Uelzen und Bodenteich im 17. und 18 Jahrhundert.
Nach den kostenlosen Führungen vertieften die meisten Besucher die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse noch durch einen Besuch im Burgmuseum, wobei sie natürlich auch die sehenswerte aktuelle Ausstellung zu den Flüchtlingen und Vertriebenen in Bodenteich nach 1945 nicht ausließen.

Führungen im Burgkeller und im Brauhaus zum Tag des offenen Denkmals

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 13. September 2009, der in diesem Jahr unter dem Motto „Historische Orte des Genusses“ steht, bietet der Förderkreis Burg Bodenteich um 14, 15 und 16 Uhr zeitgleich Führungen im sonst nicht zugänglichen Burgkeller und im Brauhaus einschl. Braukeller an. Im Burgkeller unter dem Fachwerkgebäude befand sich einst die „Keimzelle“ der Bodenteicher Burg, ein runder Feldsteinturm aus dem 13. Jahrhundert. Noch heute sind im Keller die Grundmauern dieses Turms deutlich zu erkennen. Das Brauhaus mit dem historischen Braukeller wurde 2005 nach alten Plänen von 1803 originalgetreu, aber mit moderner Innenausstattung wiederaufgebaut.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn passend zum Motto des Denkmaltages brutzelt Ritter Armin persönlich Bodenteicher Ritterspieße und Landsknecht-Bratwurst.

Natürlich ist auch das Burgmuseum mit der vielbesuchten aktuellen Ausstellung "Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich - Heide - Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945 von 14-17 Uhr geöffnet.

Familientreffen im Burgmuseum

Als sich Siegfried Nickel aus Spiekershausen (Gemeinde Staufenberg n. Hann Münden) sich auf einem alten Foto mit Kindern aus der „Kleinen Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide“ in der Zeitung entdeckte, kamen sofort die Erinnerung an die seine Zeit in Bodenteich hoch. Zusammen mit seinem Bruder Günther Nickel, der immer noch in Bad Bodenteich wohnt, entstand die Idee zu einem kleinen Familientreffen in Bad Bodenteich. Jetzt trafen sich die insgesamt vier Geschwister der Familie Nickel: Günther, Siegfried, Gisela (verh. Gutknecht) aus Uelzen und Evelin (verh. Böhmke) aus Hamburg-Bergedorf zu einem Besuch im Burgmuseum Bad Bodenteich. Friedhelm Knüppel vom Förderkreis Burg führte die vier Geschwister mit ihren Partnern durch die Ausstellung „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide – Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945“.

Auf der großen Wandkarte mit verschiedenen Fluchtwegen suchten sie ihre Heimatregion in Oels/Niederschlesien, von der aus die Familie Anfang Januar 1945 nach Tschechien flüchtete, später dann aber wieder zurückkehrte.

1947 erfolgte dann die endgültige Ausweisung und über mehrere Umwege gelangten die zeitweise auch voneinander getrennten Familienmitglieder Ende 1948/Anfang 1949 Bodenteich und kamen dort in Halle 26, 36 bzw. in Röhrsen (Günther Nickel) unter. Die vielen Bilder aus dieser Zeit stießen auf ihr allergrößtes Interesse, längst vergessene Erlebnisse fielen ihnen wieder ein. Freunde und ehemalige Mitschüler aus dieser Zeit konnten sie auf den Fotos wiedererkennen. Für die vier Geschwister war es ein schöner Ausflug in die Vergangenheit, die sie als Kinder und Jugendliche als trotz aller Beschwernisse eher als eine glückliche Zeit in Erinnerung behalten haben.


Lilo Breitmann und Gerhard Krüger berichteten im Erzählcafé über ihre Flucht aus Ostpreußen und das Ankommen im Kreis Uelzen 1945

Als Begleitprogramm zu der Jahressonderausstellung 2009 „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich – Heide“ · Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945" bietet der Förderkreis Burg Bodenteich nach dem Vorbild der Geschichtswerkstatt Uelzen zum in diesem Jahr Erzählcafés an. Beim zweiten von drei geplanten Erzählcafés begrüßte Friedhelm Knüppel, Vorstandsmitglied des Förderkreises Burg, die etwa 30 Gäste. Danach gab es erst einmal Kaffee und Kuchen, für den Berni Nowak mit seinen fleißigen Helferinnen und Helfern und einige Kuchenspenden gesorgt hatten.

Nachdem beim ersten Erzählcafé die Flucht im Mittelpunkt stand, berichteten Lilo Breitmann (jetzt Bad Bodenteich) und Gerhard Krüger (Linden) anschaulich über die Ankunft und die erste Zeit in der neuen Heimat. Es war nicht immer so, wie es heute verschiedentlich dargestellt wurde, denn nicht überall waren die Flüchtlinge wirklich willkommen. Die Einheimischen mussten in ihren Häusern und Wohnungen zusammenrücken und Zimmer abgeben. In der Schule sorgte der Zuzug von Flüchtlingen für volle Klassen. Von manchen Lehrern fühlten sich die Flüchtlinge ungerecht behandelt, das ist bis heute in der Erinnerung geblieben, wie ein Besucher anmerkte.

Lilo Breitmann, deren Mann im Krieg gefallen war und die einen kleinen Sohn im Alter von vier Monaten hatte, als sie in Bienenbüttel ankam., suchte sich später eine Arbeit bei der Post in Uelzen. Mit ihrem zweiten Mann hatte sie noch drei Kinder und zog später mit der ganzen Familie nach Salzgitter-Beinum, wo sie sich sehr wohl fühlte. Im Alter kam sie nach Bad Bodenteich zurück. Sie stellte abschließend die Frage „Wo ist denn jetzt meine Heimat?“ und trug noch ein kleines Gedicht aus ihrer Salzgitteraner Zeit vor-

Gerhard Krüger kam im Alter von 12 Jahren nach der Flucht mit dem Schiff über die Ostsee mit seiner Mutter nach Linden. Es war schwer für die fünfköpfige Familie eine Bleibe zu finden. Nachdem Schulabschluss erlernte er das Schmiedehandwerk, was er nie bereut hat. Über seine Flucht und all das, was dann folgte, hat er sogar ein kleines Buch geschrieben. Die Besucher folgten mit großem Interesse den Erzählungen von L. Breitmann und G. Krüger. Einige ergänzten die Berichte durch eigene Erlebnisse. Ein Gang durch die sehr informative Ausstellung über die Flüchtlinge und Vertreibung im Burgmuseum, die den Alltag in der „Kleinen Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide mit Fotos und Dokumenten zeigt. Die Ausstellung ist immer samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 - 17 Uhr geöffnet. Führungen für Gruppen können unter Tel. Nr. 05824/3539 oder 1350 vereinbart werden.

Großer Andrang beim Museumstag


Den freien Eintritt zum Internationalen Museumstag nutzten rund 150 Besucher im Burgmuseum Bad Bodenteich. Edgar Schulz und Förderkreisvorsitzender Rolf Simon standen den Besuchern für Erläuterungen und Führungen durch die aktuelle Ausstellung "Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide - Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945 zur Verfügung; ein Angebot, von dem rege Gebrauch gemacht wurde. Die ausgestellten Bilder, Dokumente und Alltagsgegenstände regten die Besucher auch zu vielen Gesprächen untereinander an, in denen eigene Erlebnisse oder auch Erzählungen von Eltern und Verwandten aus der Nachkriegszeit im Mittelpunkt standen.
Zum Abschluss dieses sehr gut besuchten Museumstages wollten sich fast 100 Zuschauer den Film "Report on the Refugee Situation Jan. 1949" nicht entgehen lassen. Förderkreisvorsitzender Rolf Simon und Filmvorführer Dieter Warnecke gaben eine Einführung in die Thematik des Films. Der 60 Jahre alte Dokumentarfilm schildert in beeindruckender und auch heute unter die Haut gehenden Bilder die Not von Flüchtlingen, die aus dem Osten in die damalige britische Besatzungszone einwandern wollten. Ihr langer Weg nach der oft illegalen Grenzüberquerung endet vorläufig in Flüchtlingslagern entlang der Zonengrenze, bis sie eine Aufenthaltsgenehmigung erhielten und in andere Orte der britischen Zone überwiesen wurden. Oft folgten der Aufenthaltsverweigerung aber auch eine Zurückweisung in die ehemaligen Wohngebiete. Einen wesentlichen Teil des Films nehmen Bilder aus dem Auffanglager Uelzen-Bohldamm ein. Gezeigt wird das Leben in Baracken, die Esssensausgabe und ärztliche Untersuchungen sowie Einzelfallprüfungen hinsichtlich der Aufenthaltsgenehmigung. Abgewiesene Flüchtlinge wurden an die Zonengrenze zurückgeschicht; wer eine Genehmigung bekommen hatte, konnte mit Kurswagen in die neuen Wohnorte fahren.
Betroffen von dem im Film Gesehenen verließen viele Besucher den Rittersaal.

Im Burgmuseum Bad Bodenteich - Führungen und Film am Museumstag

Am Sonntag, 17.Mai 2009 beteiligt sich das Burgmuseum Bad Bodenteich wieder am Internationalen Museumstag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Museen und Tourismus“ steht.
Bei freiem Eintritt ist das Museum von 14 – 17 Uhr geöffnet. Es gibt Führungen durch die aktuelle Ausstellung 2009 „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich – Heide“ · Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945. Auch Edgar Schulz, der die Flüchtlingswohnung seiner Familie im Museum nachgestellt hat, wird persönlich anwesend sein. Um 17 Uhr wird im Rittersaal noch ein Film über das Bohldammlager in Uelzen vorgeführt (Filmdauer ca. 30 Minuten).
Die beigefügten Fotos vom Bohldammlager in Uelzen stammen aus dem Niedersächsischen Landesarchiv und wurden 1950 aufgenommen.

Förderkreis in Osterwohle auf den Spuren derer von Bodendike

Mit 55 Mitreisenden konnte der Förderkreis Burg Bodenteich mit seinem Reiseleiter Otto Lüpke einen neuen Besucherrekord bei seiner Fahrtenreihe „Auf den Spuren derer von Bodendike“ verbuchen. Ziel war in diesem Jahr das Dorf Osterwohle, das eine außergewöhnliche Kirche besitzt. Der Kern dieser Kirche besteht aus Feldsteinen und stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Die einzigartige Dorfkirche wurde 1607–1621 in dem in Deutschland sehr seltenen manieristischen Stil von Oleke von der Schulenburg, geb. von Saldern, mit ihrem privaten Geld umgebaut und ausgestattet. Ein wahres Meisterwerk der Schnitzkunst sind die von mehreren unbekannten Meistern vor 1621 angefertigten Schnitzarbeiten. Hier sind besonders ein Verkündigungsengel, der Lettner(Eingang zum Altarraum), die Kanzel und ganz besonders die von einem Pelikan gekrönte Taufe hervorzuheben.

Diese einzigartige Innenausstattung, zu der noch eine Kassettendecke, eine prachtvolle Herrschaftsempore, Grabdenkmälern und einer Kreuzigungsgruppe des 15. Jahrhunderts gehören, macht die Osterwohler Kirche zu den reichhaltigsten und künstlerisch wertvollsten der ländlichen Sakralbauten Sachsen-Anhalts. Die Bad Bodenteicher Besuchergruppe war tief beeindruckt vom intensiven Erlebnis dieses Kirchenraums.

Unter fachkundiger Führung von Dr. Wilfried Wettengel ging es dann zu Fuß weiter zum ehemaligen Herrenhaus der Familie von der Schulenburg. Es musste um 1500 wegen eines damals vom Landesherrn verhängten Massivbauverbots in Fachwerkbauweise ausgeführt werden. An der Rückfront ist die spätgotische Fassade noch weitgehend erhalten. Die eigentliche Überraschung bot jedoch der der Keller unter dem Haupthaus, in dem es eine ungewöhnlich aufwändige vermutlich romanische Kellerhalle mit Kreuzrippengewölben gibt. Unter einem Standerker befindet sich ein weiterer aus Feldsteinen gebauter Keller mit Tonnengewölbe, bei dem es sich um den Rest eines schon im 14.Jahrhundert errichteten Wohnturmes einer Adelsburg handelt, die zwischen 1430 und 1478 der Familie von Bodendike gehörte.

Ein Spaziergang entlang des ehemaligen Wassergrabens auf einer alten Wallanlage vermittelte den Fahrtteilnehmern einen Eindruck von der Weitläufigkeit des früheren Burggeländes. Mit einem Kaffeetrinken im alten Gutshaus von Langenapel und einem Spaziergang durch den Ort endete die Altmark-Exkursion des Förderkreises. Wahrzeichen des Ortes sind eine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhunderts und die Wassermühle an der Dumme aus dem 17. Jahrhundert.

Kleine Flüchtlingsstadt Bad Bodenteich
Zeitzeugen sprechen bei Ausstellung über ihre Erfahrungen nach dem zweiten Weltkrieg
Von Jürgen Köhler-Götze

Bad Bodenteich. Von den Millionen Flüchtlingen am Ende des Zweiten Weltkrieges verschlug es einige hundert Familien nach Bad Bodenteich. Die dortige Heeresmunitionsanstalt (Muna), in die in den Fünfziger Jahren dann der Bundesgrenzschutz einzog, wurde ab 1945 zu einer Flüchtlingsstadt. Das Burgmuseum in Bad Bodenteich zeigt derzeit eine Ausstellung zum Thema. Am Ostersamstag trafen sich Zeitzeugen, die damals als Kinder in Bodenteich einquartiert waren.

Peter Lapöhn, der 1941 in der Nähe von Königsberg geboren ist, hatte auf der Flucht über das Frische Haff seine Großeltern verloren und ist heute noch froh, dass er das er nicht rechtzeitig das Flüchtlingsschiff in Pillau erreicht hat. "Vielleicht wäre ich mit der Gustloff untergegangen." Nach vierjähriger Kriegsgefangenschaft kam er durch Vermittlung im April 1949 nach Bodenteich und hat bis 1957 im Flüchtlingsheim gewohnt. Die Enge dort hat er noch in Erinnerung. Bis zu zehn Menschen lebten in den "großen" Wohnungen auf 24 Quadratmetern. In Halle 26, wo es besonders eng zuging, mussten sich 24 Familien ein Badezimmer mit einem Waschbecken und einer Wanne, eine Waschküche und fünf Damen- und Herrentoiletten teilen. Lapöhn zeigt auf ein Foto, auf dem er als 8-Jähriger mit einer ganzen Reihe anderer Kinder zu sehen ist. "Schuhe hatten wir damals nicht. Wir sind den ganzen Sommer über immer barfuß gelaufen." Dass seine Eltern das vielleicht anders gesehen haben mögen, ist ihm klar, aber "für uns Kinder war das hier das Paradies." Ganz selbstverständlich nennt er Bodenteich als seine Heimat. Geblieben ist ihm aus dieser Zeit seine Abneigung gegen Salat: "Wenn Sie sich jahrelang vor allem von Brennnesseln und Wegerich ernährt haben, dann können Sie kein Grünzeug mehr sehen."

Auch Sieglinde Briegert, die in Halle 36 "mit vier Leuten in einem Zimmer" gewohnt hat, nennt als Heimat Bad Bodenteich, obwohl sie in den Sommermonaten "alle 14 Tage eine neue Schule besucht" hat. "Zwischen März und Oktober waren wir mit dem Fahrgeschäft Arno Haase, das hier sein Winterquartier hatte, auf Reise." Sie hat bis 1957 im Wohnwagen gelebt und war beengte Wohnverhältnisse gewohnt.

Gisela Krakuhn, die eine ganze Reihe von Dokumenten zur Ausstellung beigesteuert hat, erinnert sich, dass die Flüchtlinge in Bodenteich nicht unbedingt willkommen waren. Wenn irgendwo etwas gestohlen wurde, steckten garantiert die Flüchtlinge dahinter. Besonders ein Lehrer habe die Flüchtlingskinder immer wieder in der Schule gepiesackt. Heimat ist Bodenteich für sie trotzdem geworden.

Erika Kien aus dem Kreis Allenstein wurde im März 1945 nach Wieren eingewiesen, wo sie unter ähnlichen Bedingungen wie die Bodenteicher Flüchtlinge gelebt hat, "zuerst im Ziegenstall, später dann mit sechs Personen auf 16 Quadratmetern". Sie sieht die Heimatdiskussion mit wenig Leidenschaft. "Ich bin in Tolack geboren, habe meine Kindheit in Wieren verbracht, habe mehr als 20 Jahre in Düsseldorf gewohnt und wohne jetzt wieder in Wieren. Ich weiß gar nicht so genau, zu was ich Heimat sagen soll."

Quelle: www.az-online.de vom 14.04.09

Nur einen Löffel brachte er mit - Edgar Schulz berichtete im Erzählcafé über seine Flucht aus Lodz 1945

Als Begleitprogramm zu der Jahressonderausstellung 2009 „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich – Heide“ · Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945" bietet der Förderkreis Burg Bodenteich nach dem Vorbild der Geschichtswerkstatt Uelzen zum ersten Mal Erzählcafés an. Nach der Begrüßung durch den Förderkreisvorsitzenden Rolf Simon gab es erst einmal Kaffee und Kuchen, für den Berni Nowak mit seinen fleißigen Helfern und einige Kuchenspenden gesorgt hatten.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der sich etwa 40 interessierte Zuhörer eingefunden hatten, stand ein ausführlicher Bericht von Edgar Schulz, Bad Bodenteich, über das Leben seiner Familie in der Region Lodz, die Flucht aus einem Kinderlandverschickungslager und die Aufnahme der Flüchtlinge in Schostorf.

Die Familie Schulz gehörte als Inhaber einer Weberei in Konstantynov bei Lodz zu den geachteten wohlhabenden Mitgliedern der deutschen Minderheit, die sich mit deutschen Schulen, Kirchen und Vereinen eine eigene Welt geschaffen hatten. Durch seine Unterbringung in einem Kinderlandverschickungslager musste Edgar Schulz als 12jähriger Junge getrennt von seiner Familie flüchten. Unterwegs ging sein Gepäck verloren, nur einen kleinen Löffel konnte er retten. Über Verwandte in Berlin erfuhr er, dass diese nach Schostorf in den Kreis Uelzen geflüchtet war, und traf dort glücklich wieder mit seiner Familie zusammen.

Familie Reimers brachte die Familie in zwei bisher nicht genutzten Räumen unter und stellte nicht mehr benötigte Altmöbel und wenige Haushaltsgegenstände zur Verfügung. Schränke, Kommoden u. a. baute man sich aus alten Munitionskisten, die in der ehemaligen Munitionsfabrik (Muna) Bodenteich in großer Zahl vorhanden waren. Nach seinem Bericht lud Edgar Schulz die Zuhörer in den Nebenraum des Burgmuseums ein, wo er nach alten Zeichnungen und seinen Erinnerungen den Wohnraum seiner Familie mit einem Bett, einem improvisierten Herd und vielen umgebauten Munitionskisten gestaltet hat. Dort konnten sich die Besucher ein eigenes Bild von der Wohnsituation der Familie von E. Schulz machen und als einziges gerettetes Überbleibsel seiner eigenen Flucht einen kleinen Löffel bewundern.

Die Besucher zeigten sich sehr beeindruckt von den Erzählungen Edgar Schulz' . Einige steuerten auch eigene Erlebnisse bei und beschäftigten sich anschließend ausfühlich mit der informativen Ausstellung über die Nachkriegszeit. Die Ausstellung ist immer samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 - 17 Uhr geöffnet. Führungen für Gruppen können unter Tel. Nr. 05824/3539 oder 1350 vereinbart werden.

Förderkreis fährt nach Osterwohle

Am Sonntag, dem 19. April setzt der Förderkreis Burg seine Fahrten „auf den Spuren derer von Bodendike“ mit einem Besuch in Osterwohle fort. Das Dorf ist überregional bekannt durch den im Inneren der Gutskirche um 1620 vollbrachten reichen Ausbau bzw. die Einrichtung aus ungefasstem Holz.

Die Kirche zählt zu den reichhaltigsten und künstlerisch wertvollsten ländlichen Sakralbauten in Sachsen-Anhalt.

Außerdem gibt es auf dem Gelände eines alten Gutshofes eine mittelalterliche Burganlage, von der noch wesentliche Teile des Wassergrabens und Wälle erhalten sind. Einst herrschte hier auch Gebhard von Bodendike als Hauptmann der Altmark.

Abfahrt ist um 13.30 Uhr auf dem Burgparkplatz vorn (Marktplatz). Nach dem Besuch in Osterwohle gibt es um 16.15 Uhr ein gemeinsames Kaffeetrinken in Langenapel. Spätestens um 18.30 Uhr wird der Bus wieder in Bad Bodenteich eintreffen. Wegen einer geplanten Wanderung auf den ehemaligen Wallanlagen wird um festes Schuhwerk gebeten.

Der Kostenbeitrag für Busfahrt, Führungen und Kaffee und Kuchen beträgt für Förderkreismitglieder 10,00 Euro; von Nichtmitgliedern werden 15,00 Euro kassiert. Anmeldungen nehmen Otto Lüpke, Lüder, Tel. 05824/640, Rolf Simon, Lüder Tel. 1350 und Harro Blunk, Bad Bodenteich, Tel. 05824/2479 entgegen.

Erzählcafé zum Thema Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945

Als Begleitprogramm zu der Jahressonderausstellung 2009 „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich – Heide“ · Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945" wird der Förderkreis Burg Bodenteich nach dem Vorbild der Geschichtswerkstatt Uelzen zum ersten Mal Erzählcafés durchführen. Zunächst einmal sind drei Veranstaltungen am 5.4., am 21.6. und am 27.9. geplant.

Am Sonntag, dem 5. April geht es ab 14.30 Uhr im Lesezimmer der Burg Bodenteich

(eventuell auch im Braukeller) um das Thema "Flucht und Vertreibung". Der Bad Bodenteicher Bürger Edgar Schulz, der 1945 als zwölfjähriger Junge mit seiner Familie aus der Gegend von Lodz nach Schostorf kam, wird von seinen Erlebnissen auf der Flucht und während der ersten schweren Jahre in der neuen Heimat Schostorf erzählen. Für die aktuelle Sonderausstellung hat Edgar Schulz nach seinen Erinnerungen, Aufzeichnungen und Zeichnungen das Wohnzimmer seiner Familie in Schostorf in einem Extraraum wieder aufgebaut.

Für Kaffee und Kuchen sorgen Berni Nowak und das Jugendzentrum Bad Bodenteich.

Burgmuseum eröffnete Saison mit sehenswerter Ausstellung über Flüchtlinge in der Nachkriegszeit


Groß war die Freude bei Rolf Simon, dem Vorsitzenden des Förderkreises Burg Bodenteich, als er zur Eröffnung der neuen Museumssaison fast 50 Gäste im Burgmuseum Bad Bodenteich begrüßen konnte, darunter auch Bürgermeister Edgar staßar und mehrere Ratsmitglieder. Alle wollten sich gern die neue Ausstellung „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide · Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945“ ansehen. Darin stellen Fotos, Berichte von Zeitzeugen, Dokumente und viele Gegenstände aus der Nachkriegszeit an verschiedenen Stationen (u. a. Flucht, Ankommen, Wohnen, Sich Versorgen) das Leben der Flüchtlinge und Vertriebenen in Bodenteich und den Dörfern der Umgebung anschaulich dar. An einer großen Wandkarte werden die Fluchtwege verschiedener Personen und Familien aus Ostpreußen, Westpreußen und der Gegend um Lodz in den Kreis Uelzen gezeigt. Davor ist ein kleiner Flüchtlingstreck aus Handwagen und Kinderwagen zu sehen. Edgar Schulz hat die damalige Wohnung seiner Familie in Schostorf nach der Flucht aus Lodz in einem Nebenraum fast originalgetreu wieder aufgebaut.

Dokumente und Fotos von der „Kleinen Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide“, in der seit Ende 1948/Anfang 1949 fast 500 Personen Zuflucht fanden, nehmen einen breiten Raum ein.

Auch die Bereiche Kirche, Schule, Feste und Feiern sowie Arbeiten in Bodenteich kommen nicht zu kurz. Hierbei findet besonders das Unternehmen Hugo Haase Berücksichtigung, das von Bodenteich aus viele Rummelplätze mit Achterbahnen, und Wasserbahnen bestückte.

Auch Moritz-Ernst Priebe, Flüchtling, Pastor, Bundestagsabgeordneter (von 1949 – 1961) und Bürgermeister findet als einer der herausragenden Ortspolitiker gebührende Berücksichtigung.

Viele Besucher ließen sich durch das Gezeigte zu intensiven Gesprächen anregen, stellten kleine Fehler richtig und erkannten auch einige der auf den Fotos dargestellten Personen wieder. Einige hatten gleich neue Exponate und Fotos mitgebracht, die noch in die Ausstellung aufgenommen werden können. So werden ab Ostern auch Fotos und Berichte von den Flüchtlings-Notunterkünften in den Hallen 19 und 26 gezeigt werden, in denen 32 Familien auf viel beengterem Raum und weniger komfortabel unterkamen als in den zu Wohnheimen umgebauten Verwaltungsgebäuden 34-37.

Die Ausstellung, zu der auch noch zahlreiche Begleitaktionen geplant sind, ist bis Ende Oktober immer an den Wochenenden samstags und sonntags, aber auch an allen Feiertagen von 14-17 Uhr geöffnet. Für Gruppen ab 10 Personen können Führungen unter Tel. 05824/3539 und 1350 abgemeldet werden.

„Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteicher Heide“ - Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945 - Neue Ausstellung im Burgmuseum



Für die Museumssaison 2009 nimmt sich der Förderkreis Burg Bodenteich wieder eines interessanten zeitgeschichtlichen Themas der Lokalgeschichte an. Nach der viel beachteten Ausstellung über die Geschichte des Reichsarbeitsdienstlagers Bodenteich folgt 2009 eine Ausstellung mit dem „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich - Heide - Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945“.
Auf dem Gelände der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (Muna) wurden ab 1948/49 vier große Gebäude zu Flüchtlingswohnheimen umgebaut. Fast 500 Flüchtlinge und Vertriebene fanden hier eine neue Heimat – darunter 220 Kinder. Jedem Bewohner standen etwa 6 m² Wohnraum zu. Zu jeder Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnung gehörte ein Kellerraum; in jedem Gebäude befanden sich mehrere WC und Badezimmer. 4 Morgen Gartenland gaben den Vertriebene Gelegenheit, sich ihr Gemüse selbst zu ziehen. Zwei Kaufläden, ein Milchgeschäft und eine Bäckerei sowie eine kleine katholische Kirche vervollständigten die „Kleine Flüchtlingsstadt“ im Kiefernwald von Bodenteich-Heide, an die die neue Ausstellung erinnern soll. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Alltag der Flüchtlinge und Vertriebenen, die nach 1945 in großer Zahl nach Bodenteich kamen. Ihre Fluchtwege in unsere Region, die beengte Wohnsituation und die oft nur mangelhafte Versorgung mit Lebensmitteln werden ebenso gezeigt wie die Auswirkungen auf den Schulunterricht. Mühevoll war die Ansiedlung von Betrieben in Bodenteich während der Nachkriegszeit, wo dann auch einige der Flüchtlinge und Vertriebenen Arbeit fanden.
Besonders gut dokumentiert durch genaue Zeichnungen ist die Wohnung der Familie von Edgar Schulz, Forstweg, die zuerst in Schostorf Zuflucht fand. Sie wird mit Original- „Möbeln“ von damals (umgebaute Museumskisten) u. v. a. in einem Nebenraum dargestellt. Fortsetzung S. 2
Am Freitag, dem 27. März wird die Ausstellung um 18 Uhr offiziell eröffnet. Erster regulärer Öffnungstag ist Samstag, 28. März von 14 – 17 Uhr. Die Museumssaison dauert bis zum 25. Oktober. Das Museum ist immer samstags und sonntags, aber auch an Feiertagen von 14 – 17 Uhr geöffnet. Gruppenführungen außerhalb dieser Zeiten können unter den Tel. Nr. (05824) 1350 oder 3539 vereinbart werden
Zu den Bildern:
- Kinder vor dem ehemaligen Flüchtlingswohnheim im Ortsteil Bodenteich-Heide 1950
- Wohnzimmer der Familie Schulz, die nach Schostorf geflüchtet war (Zeichnung des 12jäjrigen Edgar Schulz)
- Westpreußische Bauernfamilie auf der Flucht: Familie Georg Stockmann flüchtete aus Westpreußen zunächst nach Schostorf. Ab 1953 wohnte sie dann in Lüder.

Förderkreis zeigte wieder Einsatz für die Burg Bodenteich


Eine Rückschau auf das vergangene Museumsjahr und ein Ausblick auf die Aktivitäten im Jahr 2009 standen neben den üblichen Regularien im Mittelpunkt des offiziellen Teils der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Burg Bodenteich. Vorsitzender Rolf Simon konnte dazu über 40 der aktuell 135 Mitglieder begrüßen.
Das Jahr war wieder von einem vielfältigen Einsatz für die Burg Bodenteich geprägt, wie der 2. Vorsitzende Harro Blunk zu berichten wusste. Im Burgmuseum stand die sehr interessante Ausstellung zur Geschichte des Arbeitsdienstlagers im Mittelpunkt, für die im Wesentlichen Edmund Gähring verantwortlich zeichnete. Ihm wurde dafür noch einmal ausdrücklich gedankt, ebenso auch Rolf Helmke, der in Zusammenarbeit mit E. Gähring eine DVD zum Arbeitsdienst erstellt hatte. Die ersten Exemplare waren schnell vergriffen. Harro Blunk hat außerdem eine Broschüre erstellt.
Daneben gab es noch eine Bilderausstellung von Christel Schnelli, eine Ausstellung im Blaudruck und die erste Ausstellung aus der umfangreichen Schenkung einer Zinnsammlung an den Verein. 2200 zahlende Besucher würdigten das interessante Museumsangebot. Eine Steigerung war bei den Einzelbesuchern und bei den Gruppenführungen durch den Verein zu verzeichnen, während die Zahl der durch die Kurverwaltung und von AGIL betreuten Gruppen rückläufig war.
Auf einer Halbtagsfahrt im Juni suchten 45 Mitglieder und Gäste in Kirche und Kloster Dambeck (Altmark) nach Spuren der alten Ritter von Bodendike.
Führungen im Burgkeller und der Abschluss der Spendenaktion für das Brauhaus u. a. mit der Übergabe von restaurierten Teilen der alten Braupfanne und von zahlreichen „Schaufässern“ für Fundstücke prägten Tag des offenen Denkmals im September. Zum Saisonabschluss platzte der Rittersaal bei der Vorführung eines Films zum Kriegsende in Uelzen aus allen Nähten.
Die Präsentation eines neuen – von Rolf Helmke und Schülern der HS Bad Bodenteich gebauten – neuen Burgmodells, die Rückkehr der alten Amtstruhe als Dauerleihgabe für den Rittersaal und der Ankauf zweier Ritterrüstungen für das Museum waren weitere Höhepunkte im Jahr 2008.

Auch im Jahr 2009 erwartet die Freunde und Förderer der Burg Bodenteich wieder ein interessantes Programm. Im Museum wird ab Ende März während des ganzen Jahres die Ausstellung „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide – Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945“ gezeigt. Erzähl-Cafés nach dem Vorbild der Geschichtswerkstatt Uelzen und ein Film über das Bohldamm-Lager ergänzen die Ausstellung. Bereits für den 19. April wieder eine Halbtagesfahrt „Auf den Spuren der Bodendike“ geplant. Ziel ist Osterwohle in der Altmark.
Neben dem Bericht der Kassenprüfer, die die vorbildliche Kassenführung von Schatzmeisterin Helga Warnecke lobten, und der einstimmigen Entlastung des Vorstandes stand nur die Wahl eines neuen Kassenprüfers auf dem Programm. Neumitglied Willy Hannemann, der auch schon bei den Vorbereitungen für die neue Ausstellung aktiv ist, ließ sich auch hierfür gern in die Pflicht nehmen.

 

Förderkreis Burg lädt ein - Vortrag über die von Bodendike im Baltikum

Der Förderkreis Burg Bodenteich lädt seine Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung am Dienstag, 24. Februar 2009, um 19:00 Uhr in den Rittersaal der Burg Bodenteich ein.

Auf der Tagesordnung steht u. a. der Tätigkeitsbericht des Vorstandes, in dem der 2. Vorsitzende Harro Blunk Rückschau auf die Museumssaison und die vielfältigen weiteren Aktivitäten des Vereins halten wird. Friedhelm Knüppel berichtet über die Besucherstatistik des Burgmuseums im Jahr 2008. Nach dem Kassenbericht, dem Bericht der Kassenprüfer werden in diesem Jahr lediglich die Kassenprüfer neu gewählt. Mit der Vorschau auf die neue Museumssaison, die am 27. März um 19 Uhr mit der neuen Ausstellung "Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide - Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945" eröffnet wird, endet der vereinsinterne Teil der Versammlung.

Ab ca. 20.00 Uhr hält der 1. Vorsitzende Rolf Simon im öffentlichen Teil einen Vortrag mit Bildern über "Das Rittergeschlecht derer von Bodendike im Baltikum - Die Fortsetzung einer Spurensuche". Nachdem beim Mitgliedertreffen im November über den Beginn der Spurensuche nach den Bodendikern im Baltikum berichtet wurde, setzt Rolf Simon diese Spurensuche jetzt mit der von ihm vorgenommen Auswertung der archivalischen Quellen fort.

„Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteicher Heide“ -
Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945 - Neue Ausstellung im Burgmuseum

Für die Museumssaison 2009 nimmt sich der Förderkreis Burg Bodenteich wieder eines interessanten zeitgeschichtlichen Themas der Lokalgeschichte an. Nach der viel beachteten Ausstellung über die Geschichte des Reichsarbeitsdienstlagers Bodenteich folgt 2009 eine Ausstellung mit dem „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich - Heide - Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945“.

Auf dem Gelände der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (Muna) wurden ab 1948/49 vier große Gebäude zu Flüchtlingswohnheimen umgebaut. Fast 500 Flüchtlinge und Vertriebene fanden hier eine neue Heimat – darunter 220 Kinder. Jedem Bewohner standen etwa 6 m² Wohnraum zu. Zu jeder Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnung gehörte ein Kellerraum; in jedem Gebäude befanden sich mehrere WC und Badezimmer. 4 Morgen Gartenland gaben den Vertriebene Gelegenheit, sich ihr Gemüse selbst zu ziehen. Zwei Kaufläden, ein Milchgeschäft und eine Bäckerei sowie eine kleine katholische Kirche vervollständigten die „Kleine Flüchtlingsstadt“ im Kiefernwald von Bodenteich-Heide, an die die neue Ausstellung erinnern soll.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Alltag der Flüchtlinge und Vertriebenen, die nach 1945 in großer Zahl nach Bodenteich kamen. Ihre Fluchtwege in unsere Region, die beengte Wohnsituation und die oft nur mangelhafte Versorgung mit Lebensmitteln werden ebenso gezeigt wie die Auswirkungen auf den Schulunterricht und die Ansiedlung von Betrieben in Bodenteich während der Nachkriegszeit, wo dann auch einige der Flüchtlinge und Vertriebenen Arbeit fanden.

Besonders gut dokumentiert durch genaue Zeichnungen ist die Wohnung der Familie von Edgar Schulz, Forstweg, die zuerst in Schostorf Zuflucht fand. Sie wird mit Original- „Möbeln“ von damals (umgebaute Munitionskisten aus der ehemaligen Muna) u. v. a. in einem Nebenraum dargestellt.

Die Besucher des Bad Bodenteicher Burgmuseums erwartet ab Ende März also wieder einmal eine hochinteressante Ausstellung zur Geschichte unseres Ortes. Am Freitag, dem 27. März wird sie um 18 Uhr offiziell eröffnet. Erster regulärer Öffnungstag ist Samstag, 28. März von 14 – 17 Uhr. Die Museumssaison dauert bis zum 25. Oktober.

Das Museum ist während der Saison regelmäßig an den Wochenenden samstags und sonntags sowie an Feiertagen jeweils von 14-17 Uhr geöffnet. Für Gruppenbesuche und – führungen gibt es Sonderöffnungszeiten, die unter Tel. Nr. 05824/1350 oder 3539 vereinbart werden können.

Förderkreis fährt nach Osterwohle


In der Nähe von Salzwedel befindet sich Osterwohle. Das Dorf ist überregional bekannt durch den im Inneren der Gutskirche um 1620 vollbrachten reichen Ausbau bzw. die Einrichtung aus ungefasstem Holz. Bisher wenig beachtet worden ist der Gutshof südlich der Kirche, welcher ein Kleinod eines Adelssitzes dieser Art in Norddeutschland darstellt. Auf dem Gelände einer mittelalterlichen Burganlage, von der noch wesentliche Teile des Wassergrabens und Wälle erhalten sind, befindet sich das um 1500 entstandene Gutshaus derer v. d. Schulenburg und ein ebenso alter einstöckiger Zehntspeicher aus Fachwerk. Am Sonntag, dem 19. April setzt der Förderkreis Burg seine Fahrten „auf den Spuren derer von Bodendike“ mit einem Besuch in Osterwohle fort. Auch ein gemeinsames Kaffeetrinken ist geplant. Abfahrtszeit und Fahrtpreis waren bei Redaktionsschluss noch nicht genau bekannt.

Genauere Informationen gibt es bei Otto Lüpke, Lüder, Tel. 05824/640. Dort und bei Rolf Simon, Tel. 1350 können bereits jetzt Anmeldungen vorgenommen werden.

"Klappe auf, Affe lebt" - Amtstruhe wieder offen



Als Ende Oktober die alte Bodenteicher Amtstruhe aus dem 16./17. Jahrhundert vom Uelzener Bürgermeister Otto Lukat als Dauerleihgabe wieder an ihre ursprüngliche Heimstatt - die Burg Bodenteich - zurückgebracht wurde, unterlief einem Mitarbeiter des Museums Schloss Holdenstedt ein folgenschwerer Fehler: In der irrigen Annahme, es sei ein Schlüssel für die Truhe vorhanden, klappte er den Deckel der Amtstruhe zu. Nun war guter Rat teuer, denn es existierte leider kein Schlüssel mit dem die Truhe wieder geöffnet werden konnte. Die AZ kommentierte diesen Vorfall trocken mit dem Spruch "Klappe zu, Affe tot!"
Das langjährige Förderkreismitglied Jürgen Cronewitz - seines Zeichens Schlossermeister mit eigener Werkstatt in Berlin - nahm sich der Sache an und es gelang ihm nach eingehenden Studien des Schließmechanismus und nach vielen vergeblichen Versuchen tatsächlich den Truhendeckel wieder zu öffnen. Damit ein solches Missgeschick nicht wieder passieren kann, fertigte er auch gleich einen neuen Schlüssel an, natürlich in der Art der massiven Eisentruhenschlüssel aus dem 17. Jahrhundert.
Beim Förderkreis Burg Bodenteich - vertreten durch den 2. Vorsitzenden Harro Blunk - herrschte große Erleichterung und Freude über die nun wieder offene Truhe, die er mit dem Spruch "Klappe auf, Affe lebt" in Augenschein nahm. Er nahm dankbar den neuen Truhenschlüssel in Empfang und versprach ihn sicher zu verwahren. Künftig wird die Amtstruhe dauerhaft dort zu sehen sein, wo sie Jahrhunderte stand: im Rittersaal der Burg Bodenteich.

Förderkreis unterstützt Ausstellung "Schätze im Schlick"

Dr. Frank Andraschko (AGIL) bot eine Exklusiv-Führung durch die von AGIL und der Kurverwaltung im Brauhaus der Burg Bodenteich organisierte Ausstellung "Schätze im Schlick" an und zahlreiche Mitglieder des Burgförderkreises nutzten diese Gelegenheit. Aus erster Hand erfuhren sie so etwas von der einigartigen archäologischen Grabung im 1000 Jahre alten Hafen der Hansestadt Stade Ende der 80er Jahre, die unzählige Gegenstände zu Tage förderte. Diese Funde erzählen etwas über Schifffahrt und Handel, über Handwerk und Handel, über Zerstörung und Aufbau in Stade. In der Ausstellung werden - nach Themen gegliedert - die interessantesten Funde aus der Hafengrabung gezeigt. Das Ausstellungskonzept macht Leben und Treiben einer Hafenstadt spielerisch begreifbar. Kinder und Erwachsene können an verschiedenen Stationen selbst ausprobieren, wie Geräte und Werkzeuge funktionierten wie z.B. beim Verladen der schweren Säcke oder beim Rechnen mit einem Rechenbrett.
Nach dem Besuch der hochinteressanten Ausstellung erklärten sich viele Förderkreismitglieder spontan bereit, den Aufsichtsdienst zu den Öffnungszeiten zu übernehmen, so dass die Ausstellung wie geplant bis Ende März geöffnet bleiben kann. Die Ausstellung ist bis dahin immer sonntags von 14-17 Uhr zum Preis von 2 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder geöffnet. Für Gruppen gibt es Sonderöffnungszeiten auf Anfrage bei der Kurverwaltung Bad Bodenteich, Burgstraße 8, 29389 Bad Bodenteich, Tel.: 05824 3539,
Fax: 05824 3308, E-Mail: info@bad-bodenteich.de .

Führung durch Ausstellung "Schätze im Schlick"
Zusammen mit AGIL – Büro für angewandte Archäologie – zeigt die Kurverwaltung Bad Bodenteich noch bis zum 15.03. 2009 auf dem Kornboden des Brauhauses eine Sonderausstellung zur maritimen Archäologie des 1000jährigen Hansehafens Stade mit dem Titel „Schätze im Schlick“. Für die Mitglieder des Förderkreises Burg findet am Dienstag, dem 6.Januar um 17.00 Uhr eine kostenlose Sonderführung durch die Ausstellung statt. Nicht-Vereinsmitglieder sind ebenfalls herzlich willkommen, müssen aber den üblichen Eintrittspreis von 2 Euro entrichten.

Gesucht werden noch Personen die an den Öffnungstagen (jeweils sonntags von 14-17 Uhr) den Aufsichtsdienst in der Ausstellung leisten können. Interessenten wenden sich bitte an die Kurverwaltung (Tel. 05824/3539), an Rolf Simon, Tel. 05824/1350 oder an Harro Blunk Tel. 05824/2479.

Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945

Für die Museumssaison 2009 plant der Förderkreis Burg Bodenteich eine Ausstellung mit dem Arbeitstitel „Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich - Heide - Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945“.
Hierfür werden noch Gegenstände aus dieser Zeit wie Hausrat, Möbel und Utensilien sowie Fotos, Urkunden und Belege gesucht. In der Ausstellung sollen außerdem Erlebnisberichte von Zeitzeugen berücksichtigt werden.
Weiterhin werden Interessierte gesucht, die aktiv an der Gestaltung der Ausstellung mitwirken möchten.
Alle, die auf die eine oder andere Art und Weise die Ausstellung mitgestalten und auch solche, die Informationen zu dem Thema geben können, werden gebeten, sich umgehend bei Bernhard Nowak, Tel. 05824 – 1762 oder Rolf Simon, Tel. 05824 – 1350 zu melden.

Großes Interesse am Kriegsende in Uelzen

Zum Abschluss der diesjährigen Museumssaison zeigte der Förderkreis Burg Bodenteich den von der Geschichtswerkstatt Uelzen produzierten Film über die letzten Kriegstage in Uelzen 1945. Mit Jürgen Kruse war einer der beiden Macher des Films persönlich erschienen, um die etwa 85 Besucher im vollbesetzten Rittersaal in die Thematik einzuführen.Die Einnahme der Stadt Uelzen durch britische Truppen bedeutete zwar das Ende des schrecklichen Krieges, war aber wegen der Weigerung Uelzens zu kapitulieren mit starken Zerstörungen und großem persönlichen Leid verbunden. Original-Filmmaterial der englischen Soldaten von der Einnahme Uelzen ergänzt durch Zeitzeugenberichte schufen ein anschauliches, aber auch beklemmendes Bild der letzten Kriegstage im April 1945. Besonders betroffen reagierten die Besucher auf das Schicksal der zu Aufräumarbeiten nach Bombenangriffen in Uelzen eingesetzten Häftlinge des KZ Neuengamme, die in den Wirren der letzten Kriegstage auf das Schiff Kap Arcona gelangten und von denen die meisten bei der Versenkung des Schiffes Anfang Mai ums Leben kamen.

Jürgen Kruse berichtete anschließend noch von der Arbeit der Geschichtswerkstatt Uelzen, die neben dem regelmäßig stattfindenden Erzählcafé zurzeit an einem Film über das Flüchtlingslager am Bohldamm in Uelzen arbeitet. Der Förderkreis Burg wird versuchen diesen Film nach Fertigstellung als Begleitprogramm für die im nächsten Jahr geplante Ausstellung zum Thema Flüchtlinge und Vertriebene in Bodenteich nach 1945 (Arbeitstitel "Kleine Flüchtlingsstadt Bodenteich-Heide") in Bad Bodenteich zu zeigen.

Mit einem herzlichen Dankeschön an Jürgen Kruse beendete Förderkreisvorsitzender Rolf Simon den bewegenden Filmabend im Rittersaal.


Über 300 Jahre alte Amtstruhe zurück in der Burg

Fast zweihundert Jahre war die "Verschlusssache mit zehn Riegeln und zwei Schlössern" (R. Egge) ein wichtiges Utensil der Verwaltung des Amtes Bodenteich. Hierin verwahrte der jeweilige Amtmann seit dem 17. Jahrhundert wichtige Schriftstücke und Urkunden, aber auch die Steuerabgaben. Nach der Auflösung des Amtes Bodenteich 1859 gelangte die Amtstruhe in den Besitz des Amtes Oldenstadt, aus dem zusammen mit dem Amt Medingen 1885 der Landkreis Uelzen entstand. Danach gelangte die Truhe in den Besitz des Heimatmuseums Uelzen, jetzt Museum Schloss Holdenstedt.

Nachdem sie in den vergangenen Jahren immer nur für eine begrenzte Zeit in ihrer früheren Heimstatt, der Burg Bodenteich zu sehen war, herrschte jetzt große Freude, als Otto Lukat, Bürgermeister der Stadt Uelzen und gleichzeitig Vorsitzender des Museums- und Heimatvereins für Stadt und Kreis Uelzen, die Bodenteicher Amtstruhe als Dauerleihgabe in die Burg Bodenteich zurückbrachte. Zwei Ritter geleiteten ihn in den Rittersaal, wo eine kleine Kaffeetafel aufgebaut war.

Bürgermeister Edgar Staßar und Samtgemeidebürgermeister Rainer Kölling gaben ihrer Freude über die Rückkehr der Amtstruhe an ihren angestammten Ort Ausdruck und dankten Otto Lukat für die großzügige Dauerausleihe und ganz besonders auch dem Förderkreisvorsitzenden Rolf Simon, auf dessen Initiative hin die Truhe schließlich in die Burg zurückkehren konnte. Otto Lukat erwiderte, dass er die Truhe - legitimiert durch einen Vorstandsbeschluss des Museums- und Heimatvereins- gern nach Bodenteich zurückgebracht habe. Er wünschte sich eine Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen beiden Vereinen, die Rolf Simon und Harro Blunk als Vorsitzende gern zusagten.

Auch auf kommunaler Ebene will man bei der touristischen Inwertsetzung der historischen Relikte weiter zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen: in Uelzen bei der touristischen Nutzung der einmaligen Funde auf einem großen Friedhof aus der Langobardenzeit im Veerßer Wald und in Bad Bodenteich beim weiteren Ausbau zum Mittelalterzentrum im südlichen Landkreis.

Der Förderkreis Burg, dessen Einsatz für die Burg allenthalben anerkannt und begrüßt wird, wird den weiteren Ausbau der Burg wohlwollend begleiten und unterstützen, so die Schaffung eines Torensembles im Eingangsbereich der Burg und beim Lieblingsprojekt des Vereins, der Öffnung des Burgkellers unter dem Amtshaus für die Besucher der Burg.

Zum Saisonabschluss am 26.10.: Film Kriegsende in Uelzen 1945

Der Förderkreis Burg Bodenteich zeigt zum Ausklang der Museumssaison am Sonntag, dem 26.Oktober um 17 Uhr im Rittersaal der Burg Bodenteich den bei der Jahreshauptversammlung Ende Februar aus technischen Gründen abgebrochenen Film über die letzten Kriegstage im April 1945 in Uelzen.
Die Einnahme der Stadt Uelzen durch britische Truppen bedeutete zwar das Ende des schrecklichen Krieges, war aber wegen der Weigerung Uelzens zu kapitulieren mit starken Zerstörungen und großem persönlichen Leid verbunden.
Die Grundlage des Films bildete das Rohfilm- und Fotomaterial, das seinerzeit von britischen Kriegsberichtserstattern aufgenommen worden war. Das Filmteam um Ulla Busse und Jürgen Kruse hat nun das Filmmaterial chronologisch geordnet und mit Hilfe von Zeitzeugen und Sachverständigen ergänzt und vervollständigt.
Mit Jürgen Kruse, dem früheren Leiter des Kreismedienzentrums und Mitarbeiter der Geschichtswerkstatt Uelzen, wird auch einer der "Macher" des Films dabei sein und für Fragen und ergänzende Informationen zur Verfügung stehen. DVDs können während der Veranstaltung zum Preis von 10 Euro erworben werden.

Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit, die künftig als Dauerleihgabe in der Bodenteicher Burg verbleibende Amtslade des früheren Amtes Bodenteich zu besichtigen.

Blaudruckausstellung geht zu Ende



Für acht Wochen stellte der Blaudrucker Alfred Thieme aus Pulsnitz, einer kleinen Stadt 30 km nordöstlich von Dresden, Blaudruckarbeiten im Burgmuseum Bad Bodenteich aus.

Die Ausstellung "Blaue Wunder – Einblicke in das Textil-Handwerk des Blaudrucks“ endet am kommenden Sonntag eine Woche früher als geplant, weil Alfred Thieme ohnehin in der Region zu tun hat. Zum letzten Mal besteht also am Samstag, 26. 7. und am Sonntag, 27.7. jeweils von 14 - 17 Uhr Gelegenheit, die wunderschönen blaugefärbten Stoffe mit den unterschiedlichen Muster im Burgmuseum zu betrachten und auch käuflich zu erwerben.

Blaudruck ist eine ungewöhnliche Art der Stoffbemusterung in Form eines „Reservedruckes“, der mit Indigofärbung gestaltet wird.Die Stoffe werden nach einer intensiven Reinigung in kochender Sodalösung insgesamt sechs bis achtmal gefärbt, um die typische tiefblaue Farbe zu erhalten. Die Muster werden vorher mit hölzernen Stempeln (Modeln) auf den Stoffen aufgebracht und mit einer breiigen gelbgrünen Masse, dem Papp, abgedeckt. Dieser Papp verhindert, dass auch das Muster blau gefärbt wird. Die Zusammensetzung dieser Druckmasse hielt die Zunft einst streng geheim. Nach dem Färben erscheint das Muster dann leuchtend weiß auf dem tiefblau gefärbten Stoff. Die Blaudruckwerkstatt in der Pfefferkuchenstadt Pulsnitz gehört zu den ältesten in Deutschland und bewahrt eine Tradition aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Von Alfred Thieme und seinen zwei Mitarbeitern werden jährlich etwa vier- fünftausend Meter Baumwoll- und Leinenstoffe bearbeitet, die dann in den unterschiedlichsten Produktformen verkauft werden.

Förderkreis besuchte Kloster Dambeck

Mit über 40 Mitreisenden war auch der diesjährige Busausflug des Förderkreises Burg Bodenteich „auf den Spuren der Ritter von Bodendike“ ein voller Erfolg. Das Ziel waren diesmal Kirche und Kloster Dambeck im Altmarkkreis Salzwedel. In der Dambecker Kirche, zu deren Geschichte der Orgelbauer Jörg Dutschke ( Dambeck) eine kurze historische Einführung gab, finden sich heute noch einige interessante Hinweise auf drei frühere Nonnen bzw. Konventualinnen des Klosters Dambeck. Förderkreisvorsitzender Rolf Simon zeigte den Bad Bodenteicher Besuchern drei Grabplatten von Engel Dorothea, von Elisabeth und von Dorothea von Badendieck, die zwischen 1565 und 1652 in der Kirche beigesetzt wurden. An die letzte Konventualin Dorothea von B. erinnert außerdem noch eine hölzerne Gedächtnistafel. Mit dabei waren auch der Stadtarchivar Steffen Langusch aus Salzwedel und Dr. Wilfried Wettengel aus Osterwohle denen der Förderkreis wichtige Hinweise auf die Geschichte derer von Bodendike in der Altmark verdankt.

Nächstes Ziel war das Kloster Dambeck, in dem die Brüder der „Evangelisch Benediktinischen Joseph-Brüderschaft“ nach den benediktinischen Ordensregeln Armut, Gehorsam und Keuschheit leben. Prior Jens schilderte sehr engagiert und emotional seinen eigenen Lebensweg, die Geschichte des Klosters und die Entwicklung seit der Wiedergründung im Jahr 1991.

Am Kuchen- und Käsebuffet griffen die Bad Bodenteicher Besucher ordentlich zu und so manch einer nahm sich gegen eine Spende noch etwas von dem im Kloster erzeugten Käse etwas mit nach Hause.

Alle Mitreisenden hatten einen interessanten und ereignisreichen Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen erlebt und äußerten den Wunsch nach baldiger Wiederholung. Nächstes Ziel der Förderkreis – Spurensuche in der Altmark wird möglicherweise noch in diesem Jahr die Kirche in Osterwohle sein. Otto Lüpke aus Lüder, der diesen Ausflug vorbereitet hatte, hat sich bereits bereit erklärt, auch den nächsten Ausflug in die Altmark zu planen.

Noch Plätze frei für Fahrt zum Kloster Dambeck
- Förderkreis wieder sucht wieder Spuren derer von Bodendike



Das weitverzweigte Rittergeschlecht derer von Bodendike hat es dem Förderkreis Burg angetan. In verschiedenen Ausstellungsbereichen im Burgmuseum Bad Bodenteich dokumentiert der Verein alles, was bisher aus der Geschichte des Gründergeschlechts der Burg Bodenteich bekannt ist. Förderkreisvorsitzender Rolf Simon hat die Geschichte der von Bodendike (Bodendiek, Badendiek) im Baltikum zu seinem Steckenpferd erkoren und war erst jüngst mit einigen Vereinskollegen auf Forschungsreise in Lettland und Litauen. Für einen größeren Kreis von Mitgliedern bietet der Förderkreis in den vergangenen Jahren immer wieder Fahrten zu Zielen an, wo Mitglieder der Familie von Bodendike gelebt haben und es noch ihre Spuren zu entdecken gibt.
Ziel des diesjährigen Vereinsausflugs ist - wie bereits berichtet - das Kloster Dambeck in der Altmark. Dort wurde am 24. September 1652 die letzte Konventualin Dorothea von Bodendiek beigesetzt. In der Dambecker Kirche ist noch ihr Grabstein und eine Wappentafel vorhanden. Danach folgt ein Besuch im Kloster Dambeck, wo Dorothea als Nonne lebte. Nach einer kleinen Andacht in der Klosterkirche mit Bruder Jens folgt ein gemeinsames Kaffeetrinken. Anschließend werden dann die Klosteranlagen besichtigt.Der Bus wird etwa gegen 18.00 Uhr wieder in Bad Bodenteich eintreffen.
Der Unkostenbeitrag beträgt für Förderkreismitglieder 10,00 Euro; von Nichtmitgliedern werden 15,00 Euro kassiert. Darin sind enthalten die Busfahrt, Führung und Vorträge sowie Kaffee und Kuchen!
Auch Nichtvereinsmitglieder sind als Gäste sind herzlich willkommen. Es sind noch genügend Plätze frei, da ein entsprechend großer Bus geordert wurde. Anmeldungen sind noch bis zum 15.6.08 ,12.00 Uhr bei Rolf Simon, Tel. 05824/1350,Harro Blunk Tel. 05824/2479 und Otto Lüpke, Tel. 05824/640 möglich.

Rolf Helmke schuf mit Schülern ein neues Burgmodell

Ganz gespannt hatten sich zahlreiche Besucher im Burgmuseum Bad Bodenteich eingefunden, um die Präsentation des neuen Burgmodells im Burgmuseum Bad Bodenteich mitzuerleben. Mit dabei war natürlich auch Rolf Helmke, Lüder, der neben 270 eigenen Arbeitsstunden auch noch mit 33 Schülern der Hauptschule Bad Bodenteich in wechselnd zusammengesetzten Schüler-Arbeitsgemeinschaften an dem Modell gearbeitet hatte.

Als die beiden Schüler Karsten Bürger und Sebastian Fraatz dann endlich das Geheimnis lüfteten und das Tuch entfernten, mit dem das Modell verhüllt war, waren die Besucher ganz fasziniert von dem überaus gelungenen Modell. Es zeigt die Burganlage vor etwa 250 Jahren und berücksichtigt alle neueren Forschungsergebnisse.

Rolf Simon bedankte sich ganz herzlich bei Rolf Helmke und den beteiligten Schülern und lud alle zum Eisessen in Bad Bodenteicher Eisdiele ein. Er wünschte allen Besuchern viel Spaß und spannende Entdeckungsreisen mit dem neuen Burgmodell,bei dem sich längst nicht alle Details mit dem ersten Blick erschließen.

Das Burgmuseum Bad Bodenteich ist jeweils samstags und sonntags (außer am 15.6.) von 14-17 Uhr geöffnet.

Burgmuseum am 15. Juni geschlossen

Wegen eines Vereinsausflugs zum Kloster Dambeck(wir berichteten) bleibt das Burgmuseum Bad Bodenteich am Sonntag, dem 15. Juni für die Besucher geschlossen. Am 14. Juni und dann wieder am 21./22. Juni ist das Museum dann wieder regulär von 14-17 Uhr geöffnet.

Alfred Thieme "macht jeden Tag blau" -
Ausstellung zum Blaudruckhandwerk im Burgmuseum Bad Bodenteich

Alfred Thieme, Blaudrucker aus Pulsnitz - einer kleinen Stadt nordöstlich von Dresden - hatte einst durch Jürgen Stammer, Lüder, Kontakte in unsere Region geknüpft. So war er gern bereit, auf Bitten des Förderkreises Burg Bodenteich eine kleine Ausstellung zu diesem faszinierenden Handwerk im Burgmuseum Bad Bodenteich zu gestalten.

Weil er wegen des Salzwedeler Hansetages ohnhin in der Region war, konnte er jetzt die Ausstellung „Blaue Wunder – Einblicke in das Textil-Handwerk des Blaudrucks“ persönlich eröffnen. Nach der Begrüßung durch den stellv. Förderkreisvorsitzenden Harro Blunk erläuterte Alfred Thieme die verschiedenen Arbeitsgänge bei der Herstellung von Blaudruck- Textilien. In der Blaudruckwerkstatt von Pulsnitz wird seit dem 17. Jahrhundert dieses Handwerk betrieben. Die Stoffe werden nach einer intensiven Reinigung in kochender Sodalösung insgesamt sechs bis achtmal mit Indigo gefärbt, um die typische tiefblaue Farbe zu erhalten. Früher wurde diese Farbe ausschließlich aus der Farberpflanze Färberwaid gewonnen.

Vor der Färbung werden die Muster mit hölzernen Stempeln (Modeln) auf den Stoffen aufgebracht und mit einer breiigen gelbgrünen Masse, dem Papp, abgedeckt. Dieser Papp verhindert, dass auch das Muster blau gefärbt wird. Nach dem Färben erscheint das Muster dann leuchtend weiß auf dem tiefblau gefärbten Stoff.

Mit Bildtafeln, einer improvisierten Färbevorrichtung und einigen Modeln wird der Herstellungsprozess im Burgmuseum vorgestellt. Eine Anzahl von Zeitungsausschnitten gibt Einblick in die vielfältige In der Werkstatt sind etwa 1200 Modeln mit verschiedenen Mustern vorhanden, so dass eigentlich kein Stoff dem andern gleicht.

Thieme hatte einige seiner schönsten Stoffe mitgebracht, so ein Mustertuch, auf dem die unterschiedlichsten Muster zu sehen sind oder das beeindruckende Hungertuch, für das er die Model nacharbeiten musste, weil die Originale nicht mehr zur Verfügung standen.

Viele Ausdrücke unserer Alltagssprache ("blau machen" - "grün und blau schlagen"- der "Blaue Montag") lassen sich auf Gewohnheiten der Bludruckhandwerker zurückführen, wie Alfred Thieme zu berichten wusste.

Die „Blauen Wunder aus Pulsnitz“ sind noch bis zum 3. August immer während der Öffnungszeiten (samstags und sonntags von 14-17 Uhr) im Burgmuseum Bad Bodenteich zu sehen.

Pünktlich zum Burgspektakel - Neue Ritterrüstungen im Museum

Das hat gerade noch rechtzeitig geklappt: Pünktlich zum Burgspektakel auf der Bodenteicher Burg zeigt das Burgmuseum Bad Bodenteich zwei neue Ritterrüstungen in der "Bodendike-Ecke".

Auf Initiative von Rudolf Beusse, Suhlendorf, der schon seit zehn Jahren Ausstellungen im Burgmuseum mit eigenen Stücken bereichert hat, nahm Förderkreisvorsitzender Rolf Simon Kontakt zu einem Sammler im Nordkreis auf, der seine Sammlung von Ritterrüstungen auflösen wollte. Mit einer Sammlung auf der Jahreshauptversammlung und mit größeren Einzelspenden wurde die finanzielle Grundlage für den Erwerb der Rüstungen geschaffen. Damit geht jetzt zum Burgspektakel, mit dem jedes Jahr das Mittelalter auf der Bodenteicher Burg zum Leben erweckt wird, ein lang gehegter Wunsch des Förderkreises in Erfüllung. Mit den zwei neuen Ritterrüstungen erfährt das Burgmuseum eine erhebliche Bereicherung und wird dadurch für die Besucher noch interessanter.

Zum Burgspektakel ist das Museum an folgenden Tagen geöffnet: Do., 1. Mai (13 – 18 Uhr), Sa. 3. Mai (13-18 Uhr) und So. 4. Mai (12-17 Uhr). Der Museumsbesuch ist im allgemeinen Eintritt auf das Burggelände mit enthalten, der Förderkreis erhofft sich aber weitere Spenden durch die Besucher, um vielleicht noch das eine oder andere wertvolle Stück aus der Sammlung im Nordkreis erwerben zu können.

Bad Bodenteich zauberhaft in Öl gemalt



Christel Schnelli hatte es sich trotz ihrer angegriffenen Gesundheit nicht nehmen lassen, aus ihrem neuen Wohnort Berlin zur Eröffnung einer Ausstellung ihrer Bilder nach Bad Bodenteich zu kommen. Zusammen mit zwei erst in Berlin fertig gestellten Gemälden, die die Künstlerin mit zur Ausstellungseröffnung brachte, sind zwischen Ostern und Pfingsten 18 Bilder mit Motiven aus Bad Bodenteich und Umgebung im Burgmuseum zu sehen. Mit herzlichen Worten eröffnete Förderkreisvorsitzender Rolf Simon Im Beisein einer ganzen Reihe interessierter Besucher die Bilderausstellung von Christel "Zauberhaftes Bad Bodenteich - Impressionen in Öl" . Nach ersten Malerfahrungen in ihrer Kindheit begann Christel Schnelli nach einer schweren Krankheit als Therapie wieder zu malen. Mit ausschließlich in Ölfarben gemalten Bildern tauchte sie ein "in die bunte Welt der Farben". Ihre Bilder wurden bereits auf vielen Ausstellungen in der näheren und weiteren Umgebung präsentiert, so u. a. in Aredseee, Salzwedel, Ludwigslust, Dannenberg, Bad Bevensen. Christel Schnelli war mehrfach Finalisten bei internationalen Kunstwettbewerben, z. B. 2006 bei der "Art Periscope" in Czestechowa, Polen. Kurz vor ihrem Rück-Umzug von Neu Bellahn/Zernien nach Berlin entstand die Idee einer Ausstellung in Bad Bodenteich, für die Christel Schnelli eigens insgesamt 18 Gemälde schuf, die nach Ausstellungsende auch käuflich erworben werden können. Im Mai gehen Christel Schnellis Bilder mit Bodenteicher Motiven in Bad Bodenteichs Partnerstadt Ludza/Lettland, um dort in einer Ausstellung gezeigt zu werden.
Christel Schnelli bedankte sich bei Rolf Simon - wie könnte es anders sein - mit dem Bild eines Reiters, das zugunsten des Förderkreises Burg versteigert werden soll.
Das Burgmuseum ist immer samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 14 - 17 Uhr geöffnet.

Förderkreis Burg sucht Hilfe bei Betreuung von Textilien

Der Förderkreis Burg Bodenteich hat in seinen Museumsbeständen auch viele Exponate aus Textilien. Es ist das Ziel, diese interessanten Stücke in Zukunft mehr herauszustellen. Hierzu bedarf es einer Durchsicht und Archivierung. Für diese interessante und verantwortungsvolle Arbeit sucht der Förderkreis engagierte ehrenamtliche Helfer/Innen, die sich für Textilien interessieren und sich besonders mit Leinen ein wenig auskennen. Sachkundige Unterstützung ist gewährleistet. Interessierte melden sich bitte unter Tel. Nr. 05824/1350 beim 1. Vorsitzenden Rolf Simon (E-Mail: ROLFSIMONLUEDER@web.de )

Gesucht werden auch Mitfahrer zur Tagung der regionalen Arbeitsgemeinschaften des Museumsverbandes am Montag, 7.4. um 10 Uhr im Museuim Handeloh, wo das Thema Textilien im Mittelpunkt steht.

Viel Interesse an Geschichte des Reichsarbeitsdienstlagers- Förderkreis eröffnete Ausstellung



Es mögen wohl an die 50 Besucher gewesen sein, die sich am Freitagabend über die Geschichte des Reichsarbeitsdienstlagers informieren wollten. Der Förderkreis Burg Bodenteich hat dieses bisher nur wenig bekannte Kapitel der Bad Bodenteicher Geschichte in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Jahressonderausstellung gestellt.
Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden Rolf Simon, der auch Bürgermeister Edgar Staßar und seinen Stellvertreter Werner Schulz unter den Gästen begrüßen konnte, ergriff mit Edmund Gähring, einer der „Hauptausstellungsmacher“ das Wort. Angeregt durch einen persönlichen Bezug (sein Vater gehörte als Truppführer mehrere Jahre dem Arbeitsdienst an), hatte er schon vor einigen Jahren Fotos, Dokumente und Gegenstände zur Geschichte des RAD - Lagers in Bodenteich zu sammeln begonnen. Maßgeblich unterstützt von Harro Blunk, aber auch von Berni Nowak, der viele Zeitzeugen-Interviews durchführte, ist es Edmund Gähring gelungen eine überraschend umfangreiche und detaillierte Darstellung des Reichsarbeitsdienstes in Bodenteich zu erarbeiten. Gespickt mit vielen Geschichten zu einzelnen Fotos führte er die Besucher durch die Ausstellung, die von den Anfängen des Freiwilligen Arbeitsdienstes 1932 über das Reichsarbeitsdienstlager am Waldweg bis hin zu dessen Nutzung als Flüchtlingslager (bis Anfang der 60er Jahre) reicht. Der Aufbau des Lagers, der Alltag der Arbeitsmänner, ihre vormilitärische Schulung, ihre vielfältigen Einsatzbereiche, u.a. im Langenbrügger Moor und beim Bau der ersten Bodenteicher Badeanstalt (heute Seepark), werden ebenso gezeigt wie der Alltag im Flüchtlingslager am Waldweg, wo nach 1945 viele Flüchtlingsfamilien Unterkunft fanden. Zahlreiche Original-Spaten des Arbeitsdienstes sind ebenso Blickfang wie Original-Geschirr, Uniformteile u.a. Den Schlusspunkt beim Rundgang durch die Ausstellung bildet die Original- Wasserpumpe, die ca. 1950 zur Verbesserung der Wasserversorgung im Flüchtlingslager aufgestellt wurde und von einem seiner früheren Bewohner bis in unsere Zeit gerettet werden konnte.
Einige Besucher erkannten sich selbst auf ausgestellten Fotos wieder oder konnten eigene Erlebnisse und Erfahrungen als Zeitzeugen mitteilen.
Wie schon bei früheren Ausstellungen zur Bodenteicher Geschichte ist es dem Förderkreis Burg wieder einmal gelungen, Lokalgeschichte auch der jüngeren Vergangenheit anschaulich zu präsentieren, ohne die gebotene Distanz zum dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte zu vernachlässigen.
Im Laufe des Jahres wird hierzu auch noch eine Broschüre erscheinen.
Das Museum ist ab sofort immer samstags, sonn- und feiertags (auch Karfreitag und Ostermontag) von 14-17 Uhr geöffnet.

Bilder zeigen „Zauberhaftes Bad Bodenteich“ im Burgmuseum

Mit der Bilderausstellung Zauberhaftes Bad Bodenteich – Impressionen in Öl“ zeigt der Förderkreis Burg einige Arbeiten der Künstlerin Christel Schnelli, die früher in Zernien-Bellahn (LK Lüchow-Dannenberg zu Hause war. Mittlerweile ist sie nach Berlin umgezogen.
Vorher hat sie aber noch insgesamt 16 Bilder in Bad Bodenteich und Umgebung gemalt, die jetzt im Burgmuseum Bad Bodenteich ausgestellt werden und nach Ausstellungsende auch erworben werden können.
Die Ausstellung beginnt am Karfreitag, dem 21. April mit einer kleinen Vernissage zur üblichen Museumsöffnungszeit um 14 Uhr (nicht wie teilweise angekündigt um 19 Uhr!!!) und wird bis Anfang Mai zu sehen sein.

Man merkt Christiane Schnellis Bildern an, dass sie gerne malt und dabei viel Freude empfindet. Ganz wichtig sind ihr die Details: " Ich male, wie ich empfinde, darum muss man bei einer Wiese auch die Grashalme erkennen können", so die Künstlerin. Der Betrachter wird dieses deutlich an ihren Bildern feststellen.
Schon als Kind zeichnete Frau Schnelli sehr gerne. Später wurde diese Neigung durch andere Hobbys wie Gobelinstickerei und Turniertanzen verdrängt. Schwere Krankheiten drohten Anfang der 90er Jahre, diesem aktiven Leben ein Ende zu setzen. Sie begann wieder zu malen, probierte immer neue Techniken und Stilrichtungen aus. "Ich mag es nicht einseitig" erzählt Christel Schnelli.
Nachdem ihr Mann vor einiger Zeit verstarb, konnte Sie ihrem Leben durch das Malen wieder Kraft und Inhalt geben.
Das Burgmuseum ist von Mitte März bis Ende Oktober immer samstags, sonn- und feiertags (auch Karfreitag und Ostermontag sowie Maifeiertag, Himmelfahrt und Pfingstmontag) von 14-17 Uhr geöffnet.

Einladung

Sehr geehrte Damen und Herren,
zur Eröffnung der diesjährigen Museumssaison
am Freitag, dem 14. März 2008 um 19.00 Uhr
im Burgmuseum Bad Bodenteich
laden wir Sie hiermit herzlich ein.

Thema der diesjährigen Jahressonderausstellung ist die Geschichte des Reichsarbeitsdienstlagers Bodenteich in den 30er Jahren und die
Nutzung als Flüchtlingslager in der Nachkriegszeit.
Wir weisen Sie schon jetzt darauf hin, dass am Karfreitag, dem 21.März 2008 um 14.00 Uhr die Bilderausstellung „Zauberhaftes Bad Bodenteich“ mit Bildern von Christel Schnelli, Berlin (früher Zernien-Bellahn) beginnt.
Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen
Rolf Simon, 1. Vorsitzender Harro Blunk, 2. Vorsitzender

 
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